Dienstag, 27. Juni 2006
Ein Blick in die Glaskugel: Nokias Handys im Jahr 2015
Riechende Handys und Mobiltelefone als Umweltkontrolleure
Nokia rief Studenten auf, Mobiltelefone der nächsten Generation zu gestalten. 25 Studenten des Londoner Central Saint Martins College of Art and Design sollten bei der Gestaltung berücksichtigen, wie die Menschheit wohl 2015 leben würde. Die Herausforderung für die Studenten bestand darin, nicht nur ein funktionales Gerät zu entwickeln, sondern soziale Verhaltens-Trends und die technologischen Veränderungen der nächsten zehn Jahre in die Entwürfe mit einfließen zu lassen.

Ein Entwurf von Kimberly Hu spendiert dem Handy Geruchszellen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass jeder Geruch ein eigenes "Gen-Muster" aufweist. Wenn es gelingt, diese Muster in elektronische Impulse umzusetzen, dürfte die Geruchsübertragung kein Problem mehr darstellen, so die Theorie der Studentin. Die Handys der Zukunft können nach ihren Vorstellungen Gerüche aufnehmen, empfangen und übertragen. Doch auch audiovisuelle Reize wie Farbe und Licht und sogar die Umgebungstemperatur sollen die futuristischen Taschentelefone aufzeichnen und übermitteln können.

Nokias Zukunft-Handys 2015

Ein Handy der dritten Art hat Nicola Reed entwickelt. Ihr Telefon ist praktisch ein Umwelt-Gewissen. Es merkt sich genau, wie effizient der Nutzer sein Leben lebt. So zeichnet es den persönlichen Verbrauch von Elektrizität und Wasser auf, wie viel Wegwerfprodukte man gekauft hat oder wie oft die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt wurden.

Nokias Zukunft-Handys 2015

Um die Menschheit dazu zu bringen, umweltbewusster zu leben, arbeitet die Idee mit einem Belohnungssystem: Wer z.B. zu Fuß läuft, bekommt dafür Frei-SMS oder Freiminuten zum Telefonieren. Um auch noch visuell darauf hinzuweisen, wie umweltbewusst sich der Handybesitzer verhält, zeigt das Mobiltelefon im Stand-by-Modus einen Baum. Je weniger umweltfreundlich sich der Nutzer verhält, desto welker und kränker sieht dieser Baum aus

... comment